
Vor einem halben Jahr, am 07.09.2025 saß ich genau an diesem Platz, an meinem Schreibtisch, in meinem Büro – es war kurz nach 5 Uhr morgens – und habe online mein Gewerbe angemeldet.
Heute besteht mein Arbeitsalltag aus der Koordination von Gassi-Runden, Katzenfütterungen und dem Management fremder Haushalte. Den Schritt zu wagen, mich selbstständig zu machen und mein eigenes Business aufzubauen, war die aufregendste Entscheidung meines Lebens!
Doch wie sieht die Bilanz nach dem ersten halben Jahr aus? Der Business-Aufbau in einer Dienstleistungsbranche, die zu 100 % auf Vertrauen basiert, ist kein Sprint, sondern ein Marathon.
Der Business Aufbau: Von der Vision zur logistischen Meisterleistung
Wer den Plan fasst, sich selbstständig zu machen, denkt oft zuerst an Freiheit. Doch schnell wird klar: Freiheit braucht ein starkes Fundament. Und dieses Fundament muss jede:r Selbstständige für sich selbst schaffen. Mir ist es vor allem durch diese 5 wichtigsten Erkenntnisse gelungen:

1. Selbstdisziplin ist Freiheit (aber sie braucht Struktur)
Am Anfang genießt man die Freiheit: kein Wecker, arbeiten im Café, spontane Pausen. Doch schnell merkt man: Ohne feste Routinen frisst die Freiheit die Produktivität.
Die Lektion: Nicht nur Arbeiterin sein, sondern auch meine eigene strenge Managerin.
2. Du bist jetzt zu 50 % Verkäufer:in
Egal wie gut du in deinem eigentlichen Handwerk bist – wenn niemand davon erfährt, hast du kein Business, sondern ein Hobby. In den ersten 6 Monaten lernt man schmerzhaft, dass Akquise und Marketing genauso wichtig sind wie die eigentliche Arbeit. Mit Marketing kenne ich mich zum Glück aus – mit Akquise leider weniger.
Die Lektion: Sichtbarkeit und Präsenz schlagen anfangs Perfektion.


3. Nein-Sagen ist eine der wichtigsten Fähigkeiten
In den ersten Monaten nimmt man oft jeden Auftrag an, aus Angst vor der Flaute. Doch schlechte Kunden oder Projekte, die nicht zu dir passen, rauben dir die Energie für die richtigen Gelegenheiten.
Die Lektion: Ein „Nein“ zu einer unpassenden Anfrage ist ein „Ja“ zu deinem Fokus und deiner Qualität.
4. Der Wert deiner Arbeit ist nicht gleich deine Zeit
Viele starten mit Stundensätzen, merken aber schnell, dass sie sich damit selbst limitieren. Wenn du ein Problem in 2 Stunden löst, für das andere 10 brauchen, solltest du für die Lösung bezahlt werden, nicht für die Zeit.
Verkaufe Ergebnisse, keine Stunden.


5. Netzwerke sind die Kollegen der Solo-Selbstständigen
Im Angestelltenverhältnis gibt es die Kaffeeküche. Als Selbstständiger bist du oft allein mit deinen Entscheidungen. Der Austausch mit anderen Gründern ist kein Luxus, sondern überlebenswichtig für die mentale Gesundheit.
Die Lektion: Erfolg ist kein Soloprojekt. Netzwerken ist kein „Checkbox-Event“, sondern Beziehungsaufbau.
Mein Fazit nach 180 Tagen Business-Aufbau
Sich selbstständig zu machen und sein eigenes Business aufzubauen bedeutet, jeden Tag über sich hinauszuwachsen. Ich bin mit dem Aufbau längst nicht am Ende, aber das feste Fundament steht. Die Kombination aus Liebe zu Tieren und dem strategischen Unternehmertum ist genau das, was mich erfüllt.
Ich bin gespannt, wo ich in weiteren sechs Monaten stehen werde. Einer Sache bin ich mir aber jetzt schon sicher: Der Weg lohnt sich!
Wie waren deine ersten Erfahrungen beim Business-Aufbau? Gab es einen Moment, der alles verändert hat? Schreib es mir in die Kommentare, ich bin gespannt auf deine Geschichte.

Ich heiße Katharina und wurde 1982 geboren. Von Freunden werde ich Kathi genannt. Nach dem Abitur studierte ich und arbeitete anschließend 15 Jahre lang im Online Marketing. Seit meiner Kindheit gehören Haustiere zu meinem Leben: Katzen, Hunde, Wellensittiche, Fische, ein Kaninchen – sie alle haben mich in meinem Leben begleitet oder tun es noch. Im Jahr 2025 habe ich mich getraut, meine Liebe zu Tieren zum Beruf zu machen und verdiene nun als HausTierHüterin mein Geld.

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